Michigen und Detroit

 Höllentrip Michigen
 
der Weg zur Hölle war weit. Er führte sogar über Wittlich meiner Heimatstadt. Also Frankfurt, Wittlich, Detroit Airport.
 
 
Von da direkt zum Hotel. Vom Hotel zu Fuß zu Eishockeyhallen und dort mein erstes amerikanisches schwarze Bier aus eigener Sports Bar Herstellung.
War schon nicht schlecht. Das war der Mittwoch.
Nächster Tag Firma. Erster Schock. Musste meine Waffen im Auto lassen. Waren nicht erlaubt. Komisch.
 
Die Amerikaner in der Firma waren Amerikaner. Ansonsten aber auch nicht so anders als wir. So dick waren sie auch nicht. Manche waren sogar lustig.
Kennt man von zu Hause ja eher weniger. In meinem Berufsumfeld mein ich. Das Berufsumfeld ist jetzt natürlich geheim. Kann ich nicht sagen. Echt nicht.
Na ja. Vielleicht später. Vielleicht.
Also zurück zu dick. Die sind also doch nicht soo dick. In der Kantine gab es sogar super gesundes Essen. Riesen Salattheke. Hab mich gewundert. Dann hab ich mich
gewundert warum auf dem Rest Rom ein Behälter mit gebrauchten Spritzen hängt. Hab dann die Amerikaner gefragt und die meinten es gäbe hier viele Zuckerkranke.
Der Behälter war halb voll. Weiß natürlich nicht wie oft die geleert werden.
 
 
Abends sind wir dann in die Stadt. Na ja. War eher eine Kleinstadt. Oder vielleicht doch eher ein Dorf mit Stadtcharakter. Man nennt es Township. Plymouth.
Die Bäume waren mit Lichterketten behangen. Manche Häuser an der Straße hatten Lichtschmuck. Sah alles ein wenig nach Weihnachten aus, war aber kein Weihnachten.
Wir sind dann zum Mexikaner. Da war´s sehr nett aber Rauchen war nicht erlaubt so ging man raus. Kennen wir ja. Beim Rauchen kommt man dann ins Gespräch mit
Einheimischen.
Dieser Einheimische war dann gar nicht so Einheimisch. Er meinte er sei Deutscher. Hätte 12 Jahre seiner Kindheit in Deutschland gelebt und sei dann nach USA und dort
geblieben.
Er hat mir seine Green Card gezeigt. Warum er immer noch eine Green Card hat und keinen US Pass, hab ich nicht verstanden.
Jedenfalls hat er mir später ein schwarzes Bier an unseren Tisch vorbeigebracht.
 
Auf er Arbeit war ich nicht faul und hab schon mal Pläne gemacht. Ich will vom Hotel, dass an der „5 Mile“ Straße liegt nach Westen. So fuhr ich los. Immer nach Westen.
An der Hausnummer 12395 vorbei und immer weiter.
Nach vielen Meilen wurde die Straße zur „Dirt Street“. Also kein Teer mehr. Nur noch Dreck. Aber wenige Löcher und breit. Alles easy.
Auch da Gab`s Häuser. Große Grundstücke mit Häusern drauf und meist ohne Zäune drum rum. Friedhöfe gab´s auch. Die ältesten Gräber waren so von 1840.
Vorher gab´s da ja fast nix. Indianer vielleicht. Die sind jetzt aber weg. Keiner kennt da Indianer. Sind irgendwie verschwunden. Vielleicht waren sie auch nie da.
 
 
So. Irgendwann so nach 20 30 Meilen war die Straße zu Ende. Das war der Zeitpunkt für die High End Technik. Das Navi wurde eingeschaltet und auf den Zielpunkt
eingeschworen.
Die Hölle! Frei aus dem Englischen „Hell“. Ohne Quatsch. Tags zuvor fand ich auf der Landkarte (oder Bildschirmkarte) einen kleinen Ort mit dem Namen „Hell“.
Das ist doch mal ein Ziel dacht ich. Also denn. Navi an und folgen und, man glaubt´s kaum, plötzlich war ich da. In Hell.
Es waren nur weige Häuser. Township halt. Ein Hell Restaurant, ein Hell Saloon und ein Hell Shop.
Nach meinem Hellkaffee im Hell Restaurant wollte ich weiter. Der übliche US Kaffee ist übrigends echt Hölle. Durch die volle Kaffeekanne kann man meist durchgucken.
Schauderhaft.
Ich stieg also wieder in mein Höllenauto (ein kleiner Nissan) und wollte aus der Hölle da klopfte es an mein Höllenautofenster.
Eine Höllengestalt forderte mich auf das Fenster zu öffnen. Was sollte ich tun? Man weiss ja wie das in Amerika so läuft. Ruck zuck ist man erschossen.
Mit GermanAngst in den Augen hab ich dann das Fenster geöffnet. Die Gestalt sagte ich benötige ein Höllenexitvisum! Ähh? Jo. Gut.
Folgte ihm in seinen Laden. Da erzählte er mir alles.
Der Sage nach lebten hier so um 1840 ein paar Farmer und ein Deutscher. Ein deutscher Müller. Der hat das Korn gemahlen, wurde ihm aber langweilig. Da hat er angefangen aus dem
Schnaps zu machen. Korn halt. Der Korn wurde dann auch getrunken und die Bauern hatten dann keine Zeit mehr nach Hause zu fahren.
Fragte man die Frauen wo die Männer denn wären meinten sie sie seien in der Hölle. Frauen. So kam´s zu dem Namen und ich bekam mein Visum.
Raus und weg und habe was gelernt. Hölle ist gar keine Hölle. Hölle ist ganz anders.
So. Immer noch Samstag. Weiter durch Michigen. Über „Dirt Roads“, Highways, Towns and Townships. Mit einem Bierbrauer geplaudert. Bier getrunken. Natürlich schwarzes.
Weiter gefahren. War natürlich nicht erlaubt. Es gibt da eine 0 Promille Grenze. Ist aber nicht so schlimm, da man nicht ins „Prison“ kommt sondern nur ins „Jail“.
Also was solls.
Highway Highway Highway. Plötzlich Canada. Ich rüber und so war ich auch mal eine halbe Stunde in Canada. War ganz einfach. Reisepass vorzeigen und Fragen beantworten.
Haben sie Waffen, Alkohol oder Zigaretten dabei? Was wollen sie hier? Ich hab dann drei mal nein und einmal nix gesagt. Er meinete die Stadt hier sei shit und hat
mir eine gute Fahrt gewünscht.
Spät Abends war ich dann wieder Daheim. Im Hotel mein ich.
Nächster Tag. Detroit.

 

Atwater Brewery in Detroit

Kunstprojekt in der Heidelberg Road „Heidelberg Project“

 

Ob da jemand wohnt?

 

Trump Trump Trump

 

 

Hier kann man sich bewerben.

 

Monstertyp!

Ob hier noch gebetet wird?

Wohlhabende Hütte mit Trumpfan.

Und Haferflocken. Juhuuuu!

Nur ein bisschen teuer.

1.2.2017